Eine Herausforderung für uns

18.03.2020 | Auch an uns im Herzenskinder-Haus gehen die Auswirkungen des Corona-Virus (COVID-19) nicht spurlos vorbei. Mit der Schließung aller Schulen haben für unsere fünf Jungs Anfang der Woche die vorgezogenen „Osterferien“ begonnen. Und für uns Mitarbeiter*innen ist von einem Tag auf den nächsten plötzlich Ferienbetrieb angesagt: 24 Std. Betreuung an 7 Tagen die Woche. Das alles unter erheblichen Einschränkungen, denn die meisten Freizeitbeschäftigungen (Sportverein, Schwimmbad, Spielplätze oder Zoo) sind ja seitdem auch nicht mehr möglich.

Die größte Herausforderung für uns alle besteht darin, in dieser absoluten Ausnahmesituation einen kühlen Kopf zu bewahren, und für die Bewohner weiterhin Zuversicht und Gelassenheit zu vermitteln. Wir haben mit den Jungs über die schrecklichen und auch Angst machenden Bilder in den Nachrichten gesprochen. Wir haben ihnen erklärt, dass wir auf jeden Fall hier im Haus zusammen bleiben können, selbst wenn einer von uns krank werden sollte. Und dass es keine Isolierung im Einzelzimmer geben muss. Wenn sich heraus stellt, dass das Corona-Virus bis zu uns vorgedrungen ist, dann wird es 14 Tage lang ganz viel Playstation und Netflix für alle geben. Und natürlich Hühnersuppe und Tee.

Einen sehr guten Leitfaden, wie Eltern und auch Mitarbeiter*innen in der stationären Jugendhilfe mit Kindern über Corona reden können, haben wir auf der Seite der Ehe- Familien und Lebensberatung im Bistum Trier gefunden:

https://www.lebensberatung.info/meta/wie-mit-kindern-ueber-corona-sprechen/

Vielleicht kann es dem Einen oder Anderen eine Hilfe sein. Wir hoffen natürlich, dass wir alle gesund bleiben, genauso unsere Familien, Freunde, Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen.